Ausgabe 13 · 1. April 2022
‹Nähe›. Das ist es, was die Kunsttherapeutinnen schildern. Die Seele vermag über Bildschirm, Mikrofon und Lautsprecher hinweg diese Nähe zu schaffen und so in der Pandemie intime therapeutische Augenblicke zu ermöglichen. Das ist auch die Antwort auf den Krieg: Zusammenrücken der Weltgemeinschaft, Gastfreundschaft für Geflüchtete – Nähe. Wo keine Nähe ist, schleicht sich der Streit, der Krieg herein. Toleranz dürfe nur ein Übergang zum Anerkennen sein. «Dulden heißt beleidigen», schreibt Goethe in seinen ‹Maximen und Reflexionen›. Ja, denn erst im Anerkennen entsteht Nähe. Von ihr ist in dieser Ausgabe viel die Rede.
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